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"Ton-Kunst ohne Noten"
Südkurier, 05.05.2009

Irmgard Waning stellt aus

Keramikskulpturen können Menschen so zeigen, wie das Leben sie geprägt hat. Die Ausstellung der Freiburger Künstlerin Irmgard Waning im Atelier Victoria Graf in der Singener Straße 15 in Böhringen, dem ehemaligen Fahrradhaus Graf, zeigt Tonfiguren mit Menschen aus dem Alltag, aber auch Tiergruppen, ja sogar mythische Fischmenschen.

Ausdrucksvolle Gesichter

Es sind nicht gerade junge Models oder Schönlinge, die Irmgard Waning modelliert hat. Meist sind es ältere Menschen, deren Körper sie gerne in allen Facetten des Lebens zeigt. Man sollte zum Alter und zu seiner Figur stehen, ist die Devise der Künstlerin. Sie liebt es, gealterte Figuren darzustellen, oft in Badekleidung oder auch nackt, wie Gott sie schuf.

Dabei zeichnet sie jede Gesichtspartie im Detail heraus, Gesichter mit Falten und Grübchen, manchmal etwas runzelig, traurig oder in heiterer Stimmung. Aus ihnen soll man ihr Leben und ihre Reife erkennen. Originell auch eine Gruppe von Hausschweinen, eine Muttersau mit ihren Ferkeln. Oft sind es jedoch Paare im gereiften Alter, in Posen, die mitten aus dem Leben gegriffen sind.

Die Figuren wurden mit einer Temperatur von 1280 Grad aus braunem spanischem Ton gebrannt. Sie sind daher eindrucksvolle Exponate, die absolut wetterfest sind und durchaus auch als reizvolle Accessoires sogar im heimischen Garten Verwendung finden können. (Roland Dost)

Die Ausstellung von Irmgard Waning im Böhringer Atelier Victoria Graf ist bis zum 15. Juni 2009 jeweils mittwochs von 15 bis 19 Uhr sowie samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet.